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Anträge 2025

Am 21. Juni 2025 fand die Delegiertenversammlung des Landesfrauenrats Bremen statt, in deren Rahmen 25 Anträge zu aktuellen (frauen*-)politischen Themen verabschiedet wurden. 

 

Hier finden Sie die Anträge, wie sie an die Adressat:innen weitergeleitet wurden: 

  • Antrag 00: Gesamtstrategie für einen sozialen Arbeitsmarkt im Land Bremen- Frauenberatung in Bremen und Bremerhaven absichern
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    Der Landesfrauenrat fordert den Senat und die Bürgerschaft auf, unter Beteiligung aller relevanten Akteur:innen eine klare Gesamtstrategie für die Arbeitsmarktpolitik mit verbindlichen Vorgaben zur Verbesserung Chancengerechtigkeit zu erstellen, kontinuierlich weiterzuentwickeln und umzusetzen, die die Prinzipien des Gender Budgeting berücksichtigt und sowohl für die Zielgruppen als auch für die Träger und die Nutzer:innen zukunftsfähige Lösungen entwickelt. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Strategie muss die dauerhafte Absicherung eines sozialen Arbeitsmarkts im Land Bremen sein. Die Verteilung von Landes-, Bundes- und europäischen Mitteln muss unter strategischen Gesichtspunkten erfolgen und jeweils verbindliche Vorgaben zur Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit vorsehen, statt dem Prinzip der akuten Krisenbewältigung zu folgen. Bei allen Maßnahmen des sozialen Arbeitsmarkts ist das Ziel, besonders benachteiligte Gruppen (insbesondere Frauen mit und ohne Migrationshinter-grund, mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, und Alleinerziehende) sozial zu stabilisieren und im Stadtteil zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen. 

  • Antrag 00: Institutionelle Förderung der Frauenberatung in Bremen und Bremerhaven 

     

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    Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration wird dringend aufgefordert, umgehend ein strategisches Konzept für die Sicherung der Arbeit der zentralen Frauenberatungs-stellen in Bremen (FAW) und Bremerhaven (ZIBnet) und der berufsbezogenen und sozialen Unterstützungsstrukturen für Frauen und Mädchen (z.B. die Mütterzentren) vorzulegen, dieses im Anschluss zügig umzusetzen und die institutionelle Finanzierung über Landesmittel zu sichern.

  • Antrag 7: Änderung des Aufnahmeortgesetzes
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    Der Landesfrauenrat fordert die Senatorin für Kinder und Bildung auf, umgehend eine Reform für das „Ortsgesetz zur Aufnahme von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege der Stadtgemeinde Bremen (Aufnahmeortsgesetz - BremAOG)“ auf den Weg zu bringen. Konkret zu ändern sind die Paragraphen 5 (Rechtsanspruch, Aufnahme von Kindern) und 6 (Auswahlkriterien).

  • Antrag 8: Betroffene von patriarchaler Gewalt besser schützen (Bremen)

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    Der Senator für Inneres und Sport, die Senatorin für Justiz und Verfassung sowie für Arbeit,

    Soziales, Jugend und Integration und die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz werden aufgefordert, die Istanbul Konvention ressortübergreifend konsequenter und zügiger umzusetzen.

    Das bedeutet, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention von Gewalt gegen Frauen, Nicht Binäre- und trans* Personen vor häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt und Zwangsprostitution (im Folgenden unter dem Begriff 'patriarchale Gewalt zusammengefasst') mit höchster Priorität versehen und im kommenden Doppelhaushalt ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen, um die Maßnahmen flächendeckend und bedarfsgerecht auszustatten. Dafür sollen sich alle relevanten Ressorts in die rasche Fortschreibung des Landesaktionsplans zur Istanbul Konvention einbringen und deren Umsetzung priorisieren. 

  • Antrag 9: Betroffene von patriarchaler Gewalt besser schützen (Bundesebene) 

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    Wir fordern die Bremer Abgeordneten des Deutschen Bundestages Uwe Schmidt (SPD), Thomas Röwekamp (CDU), Kirsten Kappert-Gonther (Grüne) und Doris Achelwilm (Die Linke) auf, Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention von Gewalt gegen Frauen, Nicht Binäre- und Transpersonen, häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt und Zwangsprostitution (im Folgenden unter dem Begriff 'patriarchale Gewalt zusammengefasst') sowie den Schutz von Gewaltopfern von patriarchaler Gewalt zu priorisieren und auszuweiten. Hierzu fordern wir insbesondere die Durchführung eines Pilotprojektes zur Einführung der elektronischen Fußfessel nach dem spanischen Modell in Kombination mit direktem Opferschutz und verpflichtender Täterarbeit.

  • Antrag 10: Awareness im Bremer Viertel 

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    Der Senator für Finanzen, die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration werden aufgefordert, die Awareness-Teams im Bremer Viertel an den Wochenenden in gleicher Höhe weiter zu finanzieren. 

  • Antrag 11: Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen sicherstellen!

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    Der Landesfrauenrat Bremen fordert:

    • die Bremischen Mitglieder des Deutschen Bundestages dazu auf, sich im Bundestag für eine Streichung des §218 StGB einzusetzen.
    • den Bremer Senat dazu auf, im Bundesrat auf eine Streichung des §218 StGB hinzuwirken.
    • den Bremer Senat und die Fraktionen in der Bremer Bürgerschaft dazu auf, eine wohnortnahe, barrierefreie und für die Betroffenen kurzfristig wahrnehmbare Versorgung mit Angeboten zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen für alle unbeabsichtigt Schwangeren im Land Bremen nachhaltig sicherzustellen.
    • den Bremer Senat und den Bremerhavener Magistrat dazu auf:
    • den Zugang zu Unterstützungsangeboten für betroffene Frauen, wie z.B. die Übernahme der Kosten für den Abbruch sowie von Fahrtkosten zur Wahrnehmung des Abbruchs, niedrigschwelliger zu gestalten. Hierzu sind Gespräche mit den Beratungsstellen nach dem Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten aufzunehmen.
    • Medizinisches Personal, das Schwangerschaftsabbrüche durchführen möchte, bei der Aufnahme von Methoden zu Schwangerschaftsabbrüchen in ihr Leistungsspektrum zu unterstützen, z.B. durch Angebote zur Weiterbildung, Unterstützung bei Eröffnung oder Ausstattung einer Praxis in Bremerhaven oder Bremen und durch Beratung und Unterstützung im Umgang mit Hass, Bedrohung oder Einschüchterung durch Personen oder Gruppen, die Schwangerschaftsabbrüche aus ideologischen Gründen ablehnen.
    • Niedrigschwellige Aufklärung in der Bevölkerung über die Möglichkeiten und Rechte, die das Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten allen beteiligten Personen gewährt.
    • die Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft und der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven dazu auf, entsprechende politische Beschlüsse herbeizuführen.
  • Antrag 12: Verbesserung der gynäkologischen Versorgung im Land Bremen

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    Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz und kassenärztlichen Vereinigungen werden aufgefordert bestehenden Angebote zu verbessern. Die barrierefreie gynäkologische Sprechstunde am Klinikum Bremen-Mitte muss bedarfsgerecht und zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Daneben müssen endlich gezielt ambulante gynäkologische Versorgungsangebote in Bremen und Bremerhaven sichergestellt werden, die eine bedarfsgerechte Behandlung in barrierefreien Räumlichkeiten ermöglichen. Dazu ist

    eine bessere Vergütung notwendig, da die Behandlungen zeitaufwendiger sind.

  • Antrag 13: Toilettencontainer am Osterdeich 

     

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    Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung wird dazu aufgefordert, die Aufstellung von Toilettencontainern am Osterdeich umgehend zu beauftragen. Dabei ist sicherzustellen, dass geschlechtlich getrennte Toiletten, sowie Unisex-Toiletten vorhanden sind.

  • Antrag 16: Frauengesundheit im Land Bremen

     

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    Der Vorstand des Bremer Frauenrats wird aufgefordert, die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz zu beauftragen:

     

    1. Einen Sonderbericht zur gesundheitlichen Lage der cis sowie trans* Mädchen und Frauen und nichtbinäre Personen im Land Bremen vorzulegen.

     

    2. Den jährlichen Landesgesundheitsbericht ab dem Jahr 2025 anzupassen, und um ein eigenständiges Kapitel „Frauengesundheit“ zu ergänzen. Dieses Kapitel soll verschiedene mädchen- und frauenspezifische Themen auflisten, welches nach Alter, Krankheitstyp und besonderen Zielgruppen wie von Armut betroffene Frauen,  junge Mütter, Alleinerziehende, Frauen mit Behinderung, Frauen in Pflegeberufen, trans* Frauen, aber auch Frauen mit Pflegebedarf, arbeitslose Frauen, aber auch die Gesundheit älterer Frauen und derer mit Migrationshintergrund sowie Rassismus Erfahrung und zudem spezielle alterstypische Frauengesundheitsprobleme wie Wechseljahre betrachtet. Sexuelle und reproduktive Betrachtungen, gesundheitliche Auswirkungen von (psychischer) Gewalt gegen Frauen*, aber auch ganz spezielle auf Frauen bezogene Krankheitsbilder wie z.B.  Endometriose, Gebärmuttersenkung, Brustkrebs, psychische Krankheiten und Neurodivergenz und andere sollten analysiert und in dem Bericht ausgewertet werden. 

  • Antrag 17: Beratung für akademisch ausgebildete Frauen

     

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    Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration wird aufgefordert, in den Zentralen Frauenberatungsstellen in Bremen und Bremerhaven auch die Beratung von akademisch ausgebildeten Frauen zu unterstützen.

  • Antrag 18: Genderoffensive Hochschulen 
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    Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und die Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft werden aufgefordert, die Arbeit der  Zentralen Frauenbeauftragten an den Hochschulen des Landes Bremen durch die Landes-Mittel des Zukunftsvertrags „Studium und Lehre stärken“ (ZSL) weiterhin zu unterstützen, um eine Weiterführung der „Bremer Genderoffensive Hochschulen“ zu gewährleisten.

  • Antrag 18: Informatikunterricht 
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    Die Senatorin für Kinder und Bildung wird aufgefordert, den geplanten Informatik-Unterricht ab dem Schuljahr 2026/27 flächendeckend, gendersensibel, in allen Schulformen und in ausreichendem Umfang umzusetzen.

  • Antrag 19: Stärkung intersektionaler Kompetenz in den Mitgliedsorganisationen des Landesfrauenrats
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    Der Landesfrauenrat beschließt, dass die Mitglieder des Landesfrauenrats gemeinsam ihr Wissen um Formen intersektionaler Diskriminierung aufbauen und dieses in die Arbeit der Mitgliedsorganisationen einfließen zu lassen. Der Landesfrauenrat beginnt 2025 mit einem gemeinsamen Seminar zum Thema „Critical Whiteness“, der aus Eigenmitteln finanziert wird.

     

    Der Landesfrauenrat fordert den Senat auf, die vielfaltssensible Frauenpolitik in Bremen durch ein angemessenes Budget für 2026/27 oder zwei zweitägige Workshops exklusiv für den Landesfrauenrat zu unterstützen.

     

    Der Landesfrauenrat stimmt über die Inhalte der Schulungen 2026 und 2027 ab.

  • Antrag 20: Für mehr Diversität und Repräsentation auf großen Kulturveranstaltungen in Bremen
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    Es bedarf einer stärkeren Diversität in den Strukturen großer Kulturveranstaltungen – insbesondere im Bereich der Produktion, in Entscheidungsgremien und im Programmangebot. Konkret fordern wir eine deutlichere Repräsentation von BIPoC (Black, Indigenous, and other People of Color), insbesondere von BIPoC-Frauen, sowie gezielte

    Förderstrategien, um diese Repräsentation zu unterstützen. Kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Bremer Filmfest, tragen eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Auch wenn das Bremer Filmfestival weiblicher geprägt ist als die deutsche Filmindustrie insgesamt, steht die sehr geringe Sichtbarkeit marginalisierter Gruppen – insbesondere von BIPoC-Frauen – im Widerspruch zu den Zielen einer progressiven und inklusiven Kulturarbeit.

     

    Eine fehlende Diversität reproduziert bestehende Machtverhältnisse und steht im Gegensatz zum Selbstverständnis einer offenen, vielfältigen Gesellschaft. Gerade in einer Stadt wie Bremen, die sich als weltoffen und vielfältig versteht und in der viele BIPoC-Frauen – oft in prekären Lebensverhältnissen – leben, ist eine kritische Auseinandersetzung mit solchen Missständen ein notwendiges gesellschaftliches Signal.

  • Antrag 21: Institutionelle Förderung des Bremer Frauenmuseum 
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    Senat und Fraktionen der Bremer Bürgerschaft werden aufgefordert, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Beschlüsse zur institutionellen Förderung des Bremer Frauenmuseums in die nächsten Haushaltsverhandlungen einzubringen. 

  • Antrag 22: Benennung einer Straße nach Nika Shakarami als Zeichen der Solidarität mit der iranischen Frauenrevolution
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    Die Delegiertenversammlung des Landesfrauenrats Bremen möge beschließen, sich gegenüber der Bremischen Bürgerschaft, dem Bremer Senat, den Ortsämtern und dem Dekolonialisierungsbeirat dafür einzusetzen, eine Straße, einen Platz oder ein öffentliches Gebäude in Bremen nach Nika Shakarami zu benennen, um ein sichtbares und dauerhaftes Zeichen der Solidarität mit der feministischen Freiheitsbewegung im Iran zu setzen.

     

  • Antrag 23: 8. März als gesetzlicher Feiertag in Bremen 

     

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    Die Bremische Landesregierung wird aufgefordert, im Land Bremen den Internationalen Frauentag am 08. März zum gesetzlichen Feiertag im Land Bremen zu machen.

  • Antrag 24: Unvereinbarkeit des Engagements im Landesfrauenrat Bremens mit einer AfD-Parteimitgliedschaft
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    Frauen*, die sich im Landesfrauenrat Bremen engagieren, können kein Parteimitglied der AfD sein. Wenn eine Frau* Mitglied in der AFD ist, wird sie von der Teilnahme an Sitzungen, Veranstaltungen und Feierlichkeiten des Landesfrauenrates Bremen ausgeschlossen. Weiterhin wird ihr aktives und passives Wahlrecht für Ämter im Landesfrauenrat entzogen. Sofern sie Einzel- oder Fördermitglied ist, wird sie aus dem Landesfrauenrat Bremen ausgeschlossen.

  • Antrag 25: Jährliche Pensionsmitteilung für Beamt*innen
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    Wir fordern den Senator für Finanzen auf es zu ermöglichen, Beamt*innen eine jährliche Mitteilung über ihre zu erwartende Pension, analog zu den jährlichen Rentenbescheiden für Tarifbeschäftigte, zukommen zu lassen.

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